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Die lange Etappe: Danzig-Klaipeda (22.Juni)

Vor dieser langen Überfahrt hatten wir Angst: Über 110 Sm an russischem Hoheitsgebiet

Und etlichen militärischen Sperrgebieten entlang ohne einen Hafen, der im Notfall angelaufen werden kann.

Um die Distanz zu verkürzen, waren wir von Danzig nach Hel gesegelt und um 2.30 Uhr morgens ging’s los. Wind gab’s zunächst keinen und die See war spiegelglatt. Nachdem wir die Großschiffahrtswege überquert hatten ging die Sonne auf und es wurde brennend heiß. Land war fast die gesamte Strecke nicht zu sehen. Dafür tauchte aber nur ca. 1 Sm entfernt neben uns ein großes russisches U-Boot auf als wir uns der 12 Sm –Zone näherten. Von der Brücke beobachtete man uns durchs Fernglas…Christine starrte durchs Glas zurück…hat sich aber ein grüßendes Winken verkniffen . Nachher fühlt die Besatzung sich womöglich noch dadurch provoziert. Wir machten daraufhin einen Bogen um russisches Hoheitsgebiet, ob wohl angeblich die Durchfahrt erlaubt ist.

Dann kam etwas Wind auf und unter Groß und Gennaker liefen wir über 6 Knoten bei kaum weniger Wind.


Gegend Abend schlief der Wind wieder ein – und immer noch kein Land in Sicht. Also wieder Motor an. Ohne Plotter, der uns das Land zeigte was wir nicht sehen konnten wären wir nervös geworden. Erst kurz vorm Ziel tauchten die ersten Hochhäuser am Horizont auf und gegen 10 Uhr legten wir heil und völlig fertig in Klaipeda an. Am Kai tobte ein Höllen-Lärm und überall liefen junge Leute rum. Schade dachten wir: Wir haben das Mittsommernachts-Fest verpasst und fielen in die Kojen.

 

Beim Stadt-Bummel am nächsten Abend aber stießen wir fast zufällig auf eine Freilichtbühne im Zentrum, den Menschenmassen folgend. Dort fand es statt – ein Mittsommerfest das wir nie wieder vergessen werden. Die Bilder sprechen für sich. Es war eine sehr ursprüngliche Feier mit alten Riten und Trachten, an der aber nicht nur die ältere Generation mittanzte sondern auch die Jugend und Kinder. Ein tolles Fest.

 

 

 

 

Die Stadt gefällt uns. Ganz anders als Danzig. Bescheidener, aber nicht weniger reizvoll.

Mit Menschen mit Sinn für Schönheit und Lebensart. Große und kleine Skulpturen, überall. (Text Christine:Bernstein, in solcher Vielfalt, wahrlich das ‚Gold der Ostsee’.)

24.6.13 20:22

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dirk (25.6.13 08:02)
Das erinnert mich an die etwas kleinere Mitsommernachtsfeier in Skanörs / Schweden. Könnt Ihr Euch erinnern? Das war auch prima.

Nach Klaipeda kommt man auch bequem mit der Fähre. Das wäre doch eine Aktion für nächstes Jahr.


(28.6.13 15:31)
Das halten wir mal fest ;-)

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