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Runö (10.Juni)

 

Wie oft hatte ich schon von dieser Insel gehört. Bei der baltischen Segler-Vereinigung wurde oft von der Schönheit der Insel erzählt und auch das Klubschiff ist nach dieser Insel benannt.

Nun war ich da und muss sagen, die Insel ist wirklich wunderschön!

 

Fast völlig naturbelassen, dichte Nadelwälder, traumhafte Strände und ein kleiner netter und gepflegter Ort. Der neue Yachthafen ist sehr schön angelegt und sicher.

 

Wir haben uns Fahrräder gemietet und die Insel erkundet.

 

 

 

 

Nach einem Tag Pause gings weiter nach Kuressaare (Arensburg).

Der Hauptort der großen Insel Saaremaa ist nicht allzu groß und versprüht den Charme eines verschlafenen Kurorts. Die alte Burg ist fast vollständig erhalten und wird gerade restauriert.

 

1 Kommentar 11.7.13 21:18, kommentieren

Riga


Ein weiteres Highlight der Reise ist erreicht: Riga. Aber der Weg dahin war nicht leicht.

Ventspils

Von Ventspils aus folgte eine 45sm Etappe zur Insel Sareema, Estland, zum Hafen Montu.

Wie im Hafenhandbuch schon 2008 beschrieben sind dort die Steganlagen von einem Sturm zerstört worden und bisher ist nichts geschehen. So lagen wir direkt an der Beton-Rampe der ehemaligen Fähre nach Ventspils – ein seltsamer Anblick. Außer guten Sanitäranlagen bietet der Hafen absolut nichts.

 

 

M

Montu

 

Eine 58sm Etappe bei hoher achterlicher Welle, 4-5 Knoten Wind und abenteuerlichen Surfs auf der Welle bei einmal über 10 Knoten brachte uns nach Mersrags, wieder in Lettland.

Ein ruhiger, gepflegter Hafen.

 

Ein Weiterer Schneller Ritt, diesmal fast nur unter Genua brachte uns nach Riga (44sm).

 

In Riga liegen wir nach der Altstatt in einem Yachthafen an einem Riesen-Ausleger zwischen Yachten die alle mindestens 10-20 Fuß länger sind.

 

Riga

Hier bekommen wir noch den Rest des alle 4 Jahre stattfindenden Sänger-Fests mit. Überall in der Stadt wird die Veranstaltung im Stadium auf Groß-Leinwände übertragen. Man sieht viele Trachten und begeisterte Menschen.

 

Riga ist eine tolle, quirlige und moderne Stadt. Die restaurierte Altstadt ist für die Touristen herausgeputzt und auch voll von ihnen. Außerhalb der Altstadt zeigt sich eine moderne Stadt, trotz vieler alter Bausubstanz, die nur teilweise in Stand gesetzt wurde. Es gibt tolle Jugenstil -Häuser und alte Holzhäuser aber auch moderne Bauten, teilweise in sehr ansprechender Architektur.

 

8.7.13 21:39, kommentieren

Kurs Nord (4.Juli)

Nach dem es bisher immer Richtung Nord-Ost ging heisst der neue Kurs seit Klaipeda: Nord!

 

Eine Woche Klaipeda war mehr als genug, so schön die Stadt auch war.

 

Der Yachthafen

 

Straßenkaffee

Strand Nida

 


 Kuren-Kahn

Mit neuer Crew an Bord, Toby und Ralph, geht’s weiter Richtung Lettland. Die Strände sind immer noch endlos, weiss und menschenleer.

 

Nach 53sm erreichten wir den ersten hafen im neuen Land: Liepäja (ehemals Liebau).

Im Logbuch steht dazu folgendes:

„Stadt im Umbruch. Scheint sich mehr zum Westen zu öffnen als Klaipeda. Man sieht z.B. mehr englische Texte. Die Menschen sind offener und freundlicher in Littauen. Die Leute sind nicht so herausgeputzt und Reichtum, wenn vorhanden, wird nicht so übermäßig zur Schau gestellt“

 

Liepäja

Liepäja

Liepäja-Hafenausfahrt

Beim Auslaufen aus Lipäja bekommen wir einen riesigen Schreck: Vor dem gesamten Hafengebiet ist ein Sperrgebiet, bei dem wir nicht ganz sicher sind, ob es durchfahren werden darf. Plötzlich, ca. 1-2 sm hinter uns eine gewaltige Explosion. Wir machen sofort den Motor an und lassen die Genua runter und nicht wie weg. In einiger Entfernung versuchen wir zu begreifen was passiert ist. Wir vermuten, das eine Miene gesprengt wurde – aber direkt vor der Stadt!?

 

 Am Abend erreichen wir Pavilosta (Paulshafen), ein kleiner, wie sich heraus stellt, gemütlicher und ruhiger Hafen an einer Flussmündung gelegen. Abend wird nach einem Bad vom Boot gegrillt. Es gibt neue Sanitäranlagen und einen freundlichen Hafenmeister der perfekt deutsch spricht.

Paulshafen

Strand bei Paulshafen

Im netten kleinen Ort könnte man gut Urlaub machen sind wir einhelliger Meinung. Einen schönen Camping-Platz  und einen Kanu-Verleih gibt’s auch.

Am nächsten Tag folgt ein Flautentörn unter Motor – da hilft auch der Versuch mit dem Blister nicht. Unterwegs unerwarteter Besuch: Ein Vogel, wir vermuten eine Art Kiebitz, landet nach mehreren vergeblichen Landeanflügen neben uns im Wasser. Er wird erfolgreich per Kescher gerettet und an Deck unter einem Tuch ruhig gestellt.

Unser Gast

Am Ziel, Ventspils, wird das anscheinend entkräftete Tier wieder in die Feiheit entlassen.

 

Von Ventspils sind wir alle etwas enttäuscht. Industriehafen mit schmuckloser Altstadt aber schönem Strand.

3 Kommentare 4.7.13 21:08, kommentieren

Die lange Etappe: Danzig-Klaipeda (22.Juni)

Vor dieser langen Überfahrt hatten wir Angst: Über 110 Sm an russischem Hoheitsgebiet

Und etlichen militärischen Sperrgebieten entlang ohne einen Hafen, der im Notfall angelaufen werden kann.

Um die Distanz zu verkürzen, waren wir von Danzig nach Hel gesegelt und um 2.30 Uhr morgens ging’s los. Wind gab’s zunächst keinen und die See war spiegelglatt. Nachdem wir die Großschiffahrtswege überquert hatten ging die Sonne auf und es wurde brennend heiß. Land war fast die gesamte Strecke nicht zu sehen. Dafür tauchte aber nur ca. 1 Sm entfernt neben uns ein großes russisches U-Boot auf als wir uns der 12 Sm –Zone näherten. Von der Brücke beobachtete man uns durchs Fernglas…Christine starrte durchs Glas zurück…hat sich aber ein grüßendes Winken verkniffen . Nachher fühlt die Besatzung sich womöglich noch dadurch provoziert. Wir machten daraufhin einen Bogen um russisches Hoheitsgebiet, ob wohl angeblich die Durchfahrt erlaubt ist.

Dann kam etwas Wind auf und unter Groß und Gennaker liefen wir über 6 Knoten bei kaum weniger Wind.


Gegend Abend schlief der Wind wieder ein – und immer noch kein Land in Sicht. Also wieder Motor an. Ohne Plotter, der uns das Land zeigte was wir nicht sehen konnten wären wir nervös geworden. Erst kurz vorm Ziel tauchten die ersten Hochhäuser am Horizont auf und gegen 10 Uhr legten wir heil und völlig fertig in Klaipeda an. Am Kai tobte ein Höllen-Lärm und überall liefen junge Leute rum. Schade dachten wir: Wir haben das Mittsommernachts-Fest verpasst und fielen in die Kojen.

 

Beim Stadt-Bummel am nächsten Abend aber stießen wir fast zufällig auf eine Freilichtbühne im Zentrum, den Menschenmassen folgend. Dort fand es statt – ein Mittsommerfest das wir nie wieder vergessen werden. Die Bilder sprechen für sich. Es war eine sehr ursprüngliche Feier mit alten Riten und Trachten, an der aber nicht nur die ältere Generation mittanzte sondern auch die Jugend und Kinder. Ein tolles Fest.

 

 

 

 

Die Stadt gefällt uns. Ganz anders als Danzig. Bescheidener, aber nicht weniger reizvoll.

Mit Menschen mit Sinn für Schönheit und Lebensart. Große und kleine Skulpturen, überall. (Text Christine:Bernstein, in solcher Vielfalt, wahrlich das ‚Gold der Ostsee’.)

2 Kommentare 24.6.13 20:22, kommentieren

Kurs 60°

 


 

60° lautet der Kurs entlang den endlosen weißen und menschenleeren Stränden Pommerns.

Es gibt Dünen und Steilküsten und oft geht der Wald bis an den Stand. Der Sand ist fein und weiß.

 

Die kleinen Hafenstädte ähneln sich meist. Neben dem aktiv betriebenen Fischfang gibt es einen mehr oder weniger feudalen Kurbetrieb. In Kollberg, dem größten Hafen gibt es eine Menge Kurkliniken mit dem entsprechenden drumherum an der Kurpromenade. Kleinere Häfen ,wie z.B. Dzwinow, bieten eher bescheidenen Komfort.

Unsere Stationen: Svinemünde; Dziwinow; Kollberg;  Dalowo; Leba; Wladyslawowo.

 

Die Menschen sind überall sehr freundlich und hilfsbereit. Als ich z.B. in Dziwinow einem Fischer ein paar Schollen abkaufen wollte, bestand dieser darauf, sie mir zu schenken.

 

Grundnahrungsmittel sind sehr günstig. Nur Importwaren sind teurer als bei uns. Ein Bier im Lokal kostet ca. 1,50 Euro und ein Mittagessen ca. 4.- bis 7,- Euro (ohne Getränke).

Das Hafengeld schwankt zwischen 6.- und 8,- Euro.

 

Danzig (18. Juni)

 

Schon das überqueren der Danziger Bucht ist ein Ereignis für sich. Es verzweigen sich die Verkehrstrennungsgebiete nach Gdingen, Sopot und Danzig. Vor den Häfen, die schon von weitem durch Kräne, Industrieanlagen und Hochhäusern zu erkennen sind, liegen große Frachter auf Reede.

Der Weg zum Yachthafen von Danzig führt den Fluß herauf vorbei an aktiven und stillgelegten Werften,  Industrieanlagen, Kais, wenigen verfallenen Gebäuden und modernen Fabriken – faszinierend.


Nach einer Kurve liegt sie dann vor uns: Die atemberaubende Kulisse der Altstadt mit dem Krantor.

 

Wir machen gegenüber im feudalen Yachthafen fest und finden einen Liegeplatz mit Blick auf die Altstadt und dem Krantor.

 

Auf dem zweiten Blick fällt auf, dass es sich bei Danzig um eine wieder aufgebaute Fassade handelt. Die Reste der alten, liebevoll restaurierte, Bausubstanz wurde maßvoll durch neue Bauten ergänzt – immer um den Eindruck der perfekten Kulisse bemüht, was nicht immer gelingt. Einiges wirkt künstlich und hinter den Fassaden ist vieles Marode. Es gibt auch viele Ruinen und Baulücken die ihrer Restaurierung harren. Aber alles im allen ist die Stadt faszinierend. Und lebendig! Die alten Häuser sind, wie die gesamte Altstadt bewohnt und sind voller Leben.

 

Ein Ausflug zur Kathedrale in Oliwa, den wir per Straßenbahn machen, zeigt uns die andere Seite Danzigs: Plattenbauten, marode Bausubstanz aber auch viele moderne Gebäude wie zum Beispiel die Universität.

1 Kommentar 20.6.13 20:07, kommentieren

Polen

12.Juni

Wir sind in Polen angekommen. Wir, das sind Christine und ich.

Christine ist in Stralsund an Bord gekommen.

 

Von Stralsund aus gings nach Peenemuende: Das Ende der Welt. Ein winziger Hafen hinter einer Betonmauer. Ein Ort voller Ruinen und Tristesse. Ruinen, Plattenbauten und in den Resten von Hitlers Rüstungs-Fabrik ist heute ein Raketen-Museum.

Der erste polnische Hafen war Svinemünde, gleich hinter der Grenze auf Usedom. Uns empfing ein sehr gepflegter Gasthafen mit perfekter Infrastruktur. Einklarieren ist nicht mehr: Der Hafenmeister sagte nur: "Wir sind Schengen"....

Dem endlos scheinenden Sandstrand entlang gings weiter nach Dziwnow. Ein kleiner intakter Fischerei-Hafen empfing uns. Gegenüber wurde gerade ein Fischerboot entladen und frische Schollen gleich am Boot von ca. 8 Arbeitern sortiert und verpackt.

Auf meine Frage, ob ich zwei Schollen kaufen könne bekam ich diese geschenkt. Es gab darauf frischen Fisch bei uns, im Cockpit gebraten- toll, wenn man den Kocher mit raus nehmen kann.

Neben dem Hafen war auch der Ort sehr nett. Es gab eine tolle Uferpromenade ganz im Grünen und ohne Beton und Kurabgabe, wie es bei uns selbstverständlich gewesen wäre. Die Preise im Supermarkt sind etwas günstiger als bei uns.

 

 

Heute, 12.Juni haben wir nach über 5 Stunden motoren Kolberg (Kolobrzeg) erreicht. Der Yachthafen ist ziemlich mondän, kostet aber nur 30 Slotty ( ca. 7,50 EURO). Der Ort ist quirlig und voller Kurgäste. Altersdurchschnitt ziemlich hoch ;-).

 

 

 

 

1 Kommentar 12.6.13 21:20, kommentieren

Die erste Etappe ist geschafft: Stralsund.


 

Bei sehr wechselhaften Wetter und mit freundlicher Unterstützung des „Niemeier –Heizlüfters“ haben Ecki und ich die erste große Etappe gesegelt : nach Stralsund.

 

Hier einige Highlights bzw. Stationen:

 

NOK.

Der NOK zog sich, wie immer, endlos hin. Zeit um die erste Reparatur durchzuführen:

Die Nähte vom Sprayhood lösten sich auf. Das Ergebnis sieht nicht besonders aus ;-).

 

In Rendsburg haben wir übernachtet. Dann wird die Kanalfahrt nicht so lang.

 

Marina Wendtorf (21. und 22.Mai)

Fürs erste Einwehen hätten wir besser einen anderen Hafen gewählt.

Es blies fürchterlich und wir mussten auf dem Deich kräftig gegen an kreuzen um zur einzigen offenen Kneipe zu kommen. Der Hafen ist ziemlich marode.

 

Fehmarn-Burgstaaken (23.Mai)

Fehmarn empfing uns mit Sonne- endlich!

 

Kühlungsborn- Treff mit Sharon und Thorsten

Während der Überfahrt von Fehmarn nach Kühlungsborn erreichte uns ein Funkspruch von der Sunrise. Sharon und Thorsten sind auf Gegenkurs!

Ein Treffen mitten auf dem Wasser. Die beiden drehten um und es wurde gemeinsam im Hafen von Kühlungsborn gegrillt – unlange über alte Zeiten geklönt ;-).


 

Warnemünde  (26.Mai.)

Von Kühlungsborn gings nach Warnemünde. Hier ergatterten wir einen der seltenen Plätze im Alten Strom. Es gab Fisch satt!

 

 Warnemünde-Barhöft (28.Mai)

Für die lange Etappe mussten wir noch einen Tag Starkwind abwarten. Weil der Darsser Ort nicht angelaufen werden kann, sind nach einigen Kreuzschlägen und Zittern vor Regenschauern 58 Sm im Kielwasser.

 

Hiddensee-Vitte (29.Mai)

Auf dem Weg von Barhöft nach Hiddensee ergab sich die Gelegenheit, die Einstellung unseres Echolots zu überprüfen: Wir hatten bei einer Anzeige von 1,4m Grundberührung ;-).

 

Stralsund (30.Mai)

Die erste Etappe ist geschafft. Erster Crew-Wechsel. Ecki geht Freitag, den 31.Mai, von Bord.

 

Schade, wir waren ein gutes Team. (Wir und der Niemeier-Heizlüfter).

Dafür bekomme ich Besuch aus Hamburg – Nora. Wir besichtigen gemeinsam die Kreidefelsen.


 

2 Kommentare 3.6.13 18:45, kommentieren